ZH – Steuerbelastungsmonitor 2013 – Zürich macht Boden gut

Die Steuerbelastung für die Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons Zürich ist 2012 spürbar gesunken. Zurückzuführen ist diese Verbesserung vor allem auf den Ausgleich der kalten Progression. Die Einkommenssteuerbelastung im Kanton Zürich liegt gemäss dem neuesten Steuerbelastungsmonitor der Finanzdirektion nur noch knapp über dem nationalen Durchschnitt. Zürich hat sich damit in der Gesamtindex-Rangliste der Kantone um sechs Plätze auf den zehnten Rang verbessert.

Abwärtstrend gebrochen

Erstmals nach einem mehrjährigen Abwärtstrend weist der von BAK Basel im Auftrag der Finanzdirektion des Kantons Zürich erstellte Steuerbelastungsmonitor 2013 eine deutliche Verbesserung der Position des Kantons Zürich im Steuerwettbewerb aus. Beim gewichteten Gesamtindex der Einkommenssteuer für natürliche Personen verbesserte sich Zürich von 110.8 auf 100.8 Prozent des nationalen Durchschnitts, machte im Vergleich der Kantone sechs Plätze gut und liegt nun auf dem 10. Rang. Der Kanton Zürich befindet sich damit in einem breiten Mittelfeld, in welchem die Abstände unter den Kantonen gering sind. Spitzenreiter sind unverändert die Kantone Zug, Schwyz und Genf.

Mittelstandsfreundliche Besteuerung

Massgebend für die Verbesserung war der vom Regierungsrat auf Anfang 2012 vorgenommene Ausgleich der kalten Progression. Dabei wurde die in den letzten Jahren aufgelaufene Teuerung bei den Tarifen und Abzügen berücksichtigt. Ebenfalls zur Verbesserung beigetragen hat, dass in diesem Jahr 80 von 171 Gemeinden ihren Steuerfuss gesenkt haben. Hinzu kam eine Erhöhung des Kinderabzuges. Dies hat sich in fast allen Steuerkategorien ausgewirkt. Die Besteuerung des Kantons Zürich ist nach wie vor mittelstandsfreundlich: Bei einem Bruttoarbeitseinkommen von 40‘000 bis etwa 200‘000 Franken gehört er zum Teil zu den drei bis acht günstigsten Kantonen der Schweiz. Weniger günstig positioniert ist Zürich nach wie vor für tiefe und sehr hohe Einkommen: Dort befindet sich der Kanton in der Rangliste weiterhin im hinteren Mittelfeld.

Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Vermögenssteuer. Beim Gesamtindex hat der Kanton Zürich auf Grund einer starken Reduktion im Kanton Solothurn zwar einen Platz verloren, aber er befindet sich mit dem sechsten Rang noch immer in der Spitzengruppe der Kantone mit den tiefsten Belastungen. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Steuern im Kanton Zürich bei einem Vermögen von bis zu einer Million Franken moderat und nicht wesentlich höher als in den steuergünstigen Zentralschweizer Kantonen ausfallen. Nach dieser Grenze nimmt die Belastung jedoch stark zu, so dass ab einem Vermögen von rund fünf Millionen Franken alle Nachbarkantone günstiger sind.

Unternehmenssteuer global nach wie vor günstig

Wenig verändert hat sich bei den Unternehmenssteuern. Der Kanton Zürich hat auf Grund einer erheblichen Steuersenkung im Kanton Neuenburg einen Platz verloren und liegt nun noch auf Rang 22; Spitzenreiter sind hier die Kantone Nidwalden und neu Luzern. Dieses Bild wird aber durch die Tatsache relativiert, dass Zürich nach wie vor besser dasteht als vergleichbare andere grosse Wirtschaftsstandorte wie Basel und Genf. Auch im globalen Vergleich ist die Position von Zürich nach wie vor gut.

Steuerbelastungsmonitor 2013 – Weitere Informationen


Quelle: Medienmitteilung der Finanzdirektion Zürich

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