Aufwandüberschüsse und kontrollierter Abbau der Reserven
17. September 2026
Aufgaben- und Finanzplan 2027–2030 des Kantons Schwyz

Der Aufgaben- und Finanzplan 2027–2030 wurde am 17. September 2026 veröffentlicht. (Symbolbild: iStock)
Der Aufgaben- und Finanzplan 2027–2030 des Kantons Schwyz sieht jährliche Aufwandüberschüsse von rund 100 Mio. Franken vor. Für das laufende Jahr 2026 wird ein Aufwandüberschuss von 65 Mio. Franken erwartet. Die Steuerfüsse verbleiben vorerst auf dem aktuellen Rekordtief. Zudem sind jährliche Nettoinvestitionen von bis zu 153 Mio. Franken geplant, sodass Eigenkapital und Nettovermögen bis 2030 auf die vorgesehenen Zielgrössen kontrolliert abgebaut werden.
Für das laufende Jahr 2026 wird ein Aufwandüberschuss von rund 65 Mio. Franken erwartet – rund 29 Mio. Franken tiefer als budgetiert. 2027 führen diverse politische Beschlüsse und gesellschaftliche Entwicklungen voraussichtlich zu deutlichen Mehraufwänden (z. B. Beiträge Musikschulen: 3,6 Mio. Franken; Beiträge an Schülerpauschalen: 3,5 Mio. Franken; Wirtschaftsförderung: 2,9 Mio. Franken; Beiträge Behinderteneinrichtungen: 2,9 Mio. Franken; Beiträge an Sonderschulung: 2,5 Mio. Franken; Ausbildungsbeiträge Gesundheit: 1,4 Mio. Franken). Ebenso schlagen die höheren Beiträge in den Nationalen Finanzausgleich mit 18 Mio. Franken zu Buche.
Auf der Ertragsseite wird mit höheren Steuereinnahmen bei den Einkommenssteuern (+18 Mio. Franken), den Vermögenssteuern (+7,2 Mio. Franken) sowie beim kantonalen Anteil an der direkten Bundessteuer (+7,8 Mio. Franken) gerechnet. Zudem wird ein um 12,4 Mio. Franken höherer Anteil am Reingewinn der SNB veranschlagt. In der Summe resultiert im Voranschlag 2027 ein Aufwandüberschuss von 94,4 Mio. Franken. In diesem Umfang und leicht darüber hinaus werden auch die geplanten Aufwandüberschüsse in den Finanzplanjahren 2028 bis 2030 erwartet.
Grosse Investitionsvorhaben
In der Investitionsrechnung 2027–2030 sind Vorhaben mit jährlichem Finanzbedarf von 79 bis 153 Mio. Franken geplant. Es handelt sich dabei um Strassenbauprojekte wie Dritte Altmatt Nord – Höli – Biberbrugg und Lustnau – Biberegg Rothenthurm, Strassenausbau Ober Nas – Rotschuo, Holeneich – Lägeten Tuggen sowie Ortsdurchfahrt Galgenen. Bei den Hochbauprojekten sind die Arealentwicklung Verwaltungs- und Sicherheitszentrum Kaltbach, die Erweiterung des Sicherheitsstützpunktes Biberbrugg SSB, die Sanierung der Turnhalle Kantonsschule Kollegium Schwyz (KKS) sowie der Teilneubau Nuolen der Kantonsschule Ausserschwyz vorgesehen.
Steuerfüsse bleiben auf Rekordtief
Der Regierungsrat des Kantons Schwyz beantragt, die Steuerfüsse 2027 bei 110 % für natürliche und 150 % für juristische Personen zu belassen. Die aktuelle Steuerattraktivität bleibt damit erhalten, während ein kontrollierter Reserveabbau ermöglicht wird. Das Nettovermögen von derzeit 865 Mio. Franken wird bis 2030 auf 81 Mio. Franken reduziert. Gleichzeitig sinkt das ordentliche Eigenkapital von 946 Mio. Franken auf 482 Mio. Franken. Sämtliche Ausgaben und Investitionen können in der Planungsperiode 2027–2030 weiterhin aus eigenen Mitteln finanziert werden.
Details zum Aufgaben- und Finanzplan 2027–2030
Finanzdepartement des Kantons Schwyz
Landesstatthalter Herbert Huwiler, Vorsteher Finanzdepartement des Kantons Schwyz, erreichbar am 17. September 2026: +41 41 819 23 00 (11.00–12.00 Uhr)